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Traumberuf

Stuckateur

(m/w/d)

Ausbildung im Stuckateur-Handwerk

Der Stuckateur (m/w/d) macht Gebäude und Räume unverwechselbar, indem er mit seinen Techniken individuelle Raumeindrücke gestaltet. Innenwände und -decken, Fußböden und ganze Außenfassaden – der Stuckateur verputzt Rohbauten innen und außen, integriert dabei Elemente wie Rollläden oder Belüftungseinrichtungen und montiert Trockenbauteile.

Stuckateure brauchen ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten zur Herstellung und Sanierung von Innen- und Außenputzen, zur Beschichtung und zum traditionellen Ausbau. Mit künstlerischen Stilelementen restaurieren sie alte und erhaltenswerte Bausubstanz und Denkmäler. Die Arbeit mit Stuck – also der plastischen Ausformung von Mörteln oder Gips – ist namensgebend für den Beruf. Stuckateure brauchen Fingerspitzengefühl.

Handwerksbetriebe in deiner Region

stellen sich vor

Jahreszeit und Wetter spielen eine wichtige Rolle

MPE-Ausbau GmbH unterstützt ihre Stuckateure bei der Weiterbildung

Rene (links) und sein Bruder Manuel Egbers bringen Armierungskleber auf zwei Dämmplatten eines Wärmedämmverbundsystems auf. Foto: Gabi Bender

Rene (links) und sein Bruder Manuel Egbers bringen Armierungskleber auf zwei Dämmplatten eines Wärmedämmverbundsystems auf. Foto: Gabi Bender

von Gabi Bender

„Das Faszinierende bei der Arbeit als Stuckateur ist für mich die Verbindung von körperlicher und geistiger Arbeit“, sagt Rene Egbers, „und das Schöne ist, dass man am Ende des Tages sehen kann, was man geschafft hat.“

Außerdem arbeitet der 30-Jährige gerne auf dem Bau und schätzt es, dabei meist an der frischen Luft zu sein. „Was für manche vielleicht ein negativer Aspekt ist, ist für mich ein weiterer Pluspunkt des Berufs, denn ich arbeite sehr gerne draußen.“ Daher kommt es dem Stuckateur entgegen, dass es bei seinem Arbeitgeber, der MPE-Ausbau GmbH, Kolonnen gibt, die in erster Linie Außenarbeiten übernehmen wie Fassadenarbeiten und Wärmedämmverbundsysteme, und Kolonnen, die hauptsächlich im Innenbereich eingesetzt werden, um sich dort unter anderem mit Trockenbau und Innenputz zu beschäftigen. „Wobei die Mitarbeiter flexibel sind, denn Jahreszeit und Wetter spielen bei uns eine wichtige Rolle.

Mit einem Akkuschrauber befestigt Rene Egbers eine Trockenbauplatte im Obergeschoss eines Einfamilienhauses. Foto: Gabi Bender

Mit einem Akkuschrauber befestigt Rene Egbers eine Trockenbauplatte im Obergeschoss eines Einfamilienhauses. Foto: Gabi Bender

Seit Februar ist Rene Egbers Stuckateur, nachdem er in der Rekordzeit von nur anderthalb Jahren die üblicherweise dreijährige Ausbildung absolviert hat. „Ich habe zunächst den Beruf des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik erlernt, der mir auch Spaß gemacht hat, habe mich dann aber entschieden, noch eine Ausbildung zu machen, weil ich noch mehr lernen wollte.“ So heuerte er bei seinem Bruder an, der die MPE-Ausbau GmbH vor sechs Jahren gegründet und gemeinsam mit seinem zweiten Bruder Pascal Egbers aufgebaut hat.

Aufgrund der abgeschlossenen Ausbildung durfte Rene Egbers das erste Jahr überspringen und wegen seiner guten Noten in seiner Ausbildung zum Stuckateur die Gesellenprüfung schon ein halbes Jahr vorziehen. Für den Berufsschulunterricht fuhr der 30-Jährige zum Hans-Schwier-Berufskolleg nach Gelsenkirchen, zur Überbetrieblichen ins Berufsbildungszentrum (BBZ) nach Soest. „Dort haben wir auch einiges zum Thema Stuck gelernt, was ich sehr gut finde, denn in unserem Berufsalltag kommen Stuckarbeiten eher selten vor.“

Der staatlich geprüfte Techniker Manuel Egbers schätzt, dass der Anteil an dieser traditionellen Handwerkskunst bei seinem Unternehmen derzeit bei gerade einmal fünf Prozent liegt. Seinem Bruder gefiel die Arbeit mit dem Gemisch aus Gips, Kalk und Sand so gut, dass er seine neu erworbenen Fähigkeiten direkt genutzt hat, um sein eigenes Zuhause mit Stuckarbeiten aufzuwerten. „Ich finde es super“, sagt Rene Egbers, „dass man während der Ausbildung im Betrieb und auch im BBZ so viel lernt, was man auch im privaten Bereich nutzen kann.“

Wir sind Klimaschützer von Beruf
Stuckateur Rene Egbers spritzt mit einer Putzmaschine Gipsputz an eine Wand. Foto: Gabi Bender

Stuckateur Rene Egbers spritzt mit einer Putzmaschine Gipsputz an eine Wand. Foto: Gabi Bender

Zum Team der MPE-Ausbau GmbH gehören mittlerweile 22 Mitarbeiter, darunter auch zwei Auszubildende. „Ab August würden wir auch noch einen weiteren Auszubildenden nehmen und freuen uns daher über Bewerbungen“, verrät Manuel Egbers. Und die Ausbildung zum Stuckateur lohnt sich nicht nur wegen der vielfältigen Tätigkeiten, sondern auch finanziell, denn der Stuckateur ist einer der Handwerksberufe, in denen der Nachwuchs am meisten verdient.

Zum Kennenlernen des Berufs bietet sich ein Praktikum an, das auch Manuel Egbers gerne vergibt. „Das ist eine sehr gute Möglichkeit, um feststellen, ob einem die Tätigkeiten liegen und man Spaß daran hat.“ Mitbringen sollten Interessenten zwei Eigenschaften. „Sie sollten engagiert und pünktlich sein, denn wir fahren morgens gemeinsam von der Firma zu den jeweiligen Baustellen“, sagt der 36-Jährige und ergänzt: „Alles Handwerkliche bringen wir ihnen gerne bei, sie sollten daher Bock haben, etwas Neues zu lernen.

Und das Interesse an Weiterbildung kann auch gerne nach der Ausbildung noch vorhanden sein. „Ob Techniker, Meister oder andere Fortbildungen – wir unterstützen unsere Mitarbeiter sehr gerne dabei, sich weiter zu qualifizieren.

Traumberufe Slogan 2024: Finde den Beruf, der zu DIR passt.
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Handwerker = Klimaschützer

Das Handwerk ist nicht nur kreativ, anpassungsfähig und flexibel – es ist bei allen Zukunftsaufgaben schlichtweg unverzichtbar. Um die Energiewende zu schaffen, brauchen wir Profis, die bauen, installieren, rechnen, mitdenken und beraten. Der Wunsch nach mehr Umweltbewusstsein, das Streben nach Energieeinsparung, Ressourcenerhaltung und die Anpassung an den Klimawandel machen Profis unentbehrlich. Der Bauboom und der große Bedarf an Modernisierungsmaßnahmen in fast allen Bereichen der Gesellschaft haben dem Handwerk wieder ordentlich Aufwind verschafft. Das Handwerk eröffnet dir außerdem viele tolle Aufstiegschancen und gute Verdienstmöglichkeiten auch für die erfolgreiche Umsetzung des Klima- und Ressourcenschutzes. Weiterbildung und persönliche Weiterentwicklung sind für Handwerker:innen ebenfalls wichtige Bausteine.

Finde jetzt heraus, wieso Anlagenmechaniker/innen für SHK Klimaschützer von Beruf sind:
https://handwerker-klimaschuetzer-von-beruf.de/

Informiere Dich jetzt

Jens Mayer, Ausbildungs-Coach bei der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe, steht für alle Fragen rund um die Berufsausbildung im

Stuckateur-Gewerbe

am Dienstag, 21. Mai 2024 in der Zeit von 17.30 Uhr bis 19 Uhr unter der Rufnummer 02921 892-232 zur Verfügung.

Jens Mayer, Ausbildungs-Coach bei der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe
CTA Praktikum im Handwerk

Freie Praktikums- und Ausbildungsstellen in den Handwerksbetrieben in der Stadt Hamm sowie in den Kreisen Soest und Unna findet man zudem im Internet unter https://service.kh-hl.de/ausbildungsboerse/angebotefinden/

Für Jugendliche lohnt sich zudem ein Blick in die „Passt!“-App der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe.

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