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Familienbetrieb Roreger setzt in vierter Generation auf nachhaltiges Bauen

Schlüsselfertiger Holzfertigbau ist Kernkompetenz

Autor: Gabi Bender

Ausbildung zum Zimmerer (m/w/d) | NRW präsentiert von:

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Mit einem mühlenbetriebenen Sägewerk, das seinerzeit eines der ersten in ganz Nordrhein-Westfalen war, hat die Erfolgsgeschichte der Firma Roreger begonnen. Schnell kam als zweites Standbein die Zimmerei hinzu, auf die sich das Anröchter Unternehmen immer mehr spezialisierte. Ebenso wie auf den Bau von Häusern aus Holz.

Vordere Außenfassade - Ausbildung zum Zimmerer 2024 Westfalen

Zimmerer Sebastian Meinert schraubt die letzte Latte an der vorderen Außenfassade einer neuen Kindertagesstätte in Lippstadt fest. Foto: Gabi Bender

Mittlerweile hat sich der Familienbetrieb, der in vierter Generation von Maximilian Roreger geleitet wird, auf den Bau von Projekten wie Kitas, Schulen, Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie Gewerbebauten in Holzständerbauweise fokussiert. „Diese Bauweise zeichnet sich durch eine schnelle Bauzeit und sehr gute Dämmwerte aus“, sagt der Geschäftsführer, „außerdem verwenden wir dabei einen nachhaltigen und ökologischen Werkstoff, der CO2 bindet und somit gut für unser Klima ist.“

Schon früh entschied sich der 34-Jährige, der in seiner Kindheit viel Zeit im elterlichen Betrieb an der Völlinghauser Straße verbracht hat, dafür, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Nach seiner Schullaufbahn machte er zunächst die Ausbildung zum Zimmerer und besuchte später – ebenso wie sein Vater Theodor Roreger – die Hochschule Rosenheim, an der er den Masterstudiengang Bauingenieurswesen (M.Eng.) mit dem Schwerpunkt Holz erfolgreich absolvierte.

Derzeit baut das Unternehmen, das vor fünf Jahren seine neue, moderne Produktionshalle in Betrieb genommen hat, unter anderem eine Kindertagesstätte in Lippstadt. „Der Bauphase vor Ort ist recht kurz, da die einzelnen Elemente des Holzständerwerks einen sehr hohen Vorfertigungsgrad haben“, verrät Alina Roreger, die ihrem Mann im kaufmännischen Bereich den Rücken freihält. „Wir haben das gesamte Gebäude im Vorfeld gemeinsam mit unserem Auftraggeber bis zur letzten Steckdose durchgeplant“, ergänzt Maximilian Roreger. Selbst die Fenster sind in den Holzbauelementen bereits integriert, wenn diese an der Baustelle ankommen.

Roreger-Baustelle - Ausbildung zum Zimmerer 2024 Westfalen

Auf den Roreger-Baustellen – wie bei dieser Kindertagesstätte in Lippstadt – ist Teamwork gefragt. Foto: Gabi Bender

Bei der Planung des Gebäudes haben sich der Geschäftsführer und sein Team beim Holzständerwerk für das Holz der Fichte entschieden. „Diese Holzart hat gleich mehrere Vorteile“, erklärt der Geschäftsführer. „Aufgrund ihrer Verzweigungsform können Fichten nur geradeaus wachsen und haben daher gerade Stammformen. Dadurch liefert jeder Stamm einen hohen Anteil an hochwertigem Bauholz. Außerdem lässt es sich wegen seiner geringen Härte gut bearbeiten.“ Bei der Fassade wählte das Roreger-Team Lärche, da sich diese Holzart durch eine hohe Witterungsbeständigkeit auszeichnet.

Wenn es um das Thema Dämmung geht, setzen die Planer von Roreger am liebsten auf nachhaltige Dämmstoffe wie Holzwolle oder Holzweichfaserplatten für Wärmedämmverbundsysteme. „Allerdings müssen wir bei der Wahl des Dämmstoffs auch die Gebäudeklasse sowie die Art und die Nutzung eines Objekts berücksichtigen“, erklärt Maximilian Roreger, „so gibt es beispielsweise bei Gebäuden über vier Stockwerken, die zur Gebäudeklasse 4 zählen, klare Vorgaben, welches Dämmmaterials zum Einsatz kommen darf.“

Zu den Kunden der Theodor Roreger GmbH & Co. KG zählen private Bauherren ebenso wie öffentliche und gewerbliche Auftraggeber. Eine architektonische Augenweide ist beispielsweise das neue Gebäude der Augenarztpraxis Apitz in Erwitte, das von oben betrachtet die Form eines Landoltrings hat. Dieser genormte Ring, der zur Bestimmung der Sehschärfe genutzt wird, hat eine Öffnung, die bei Sehtests in acht Richtungen ausgerichtet wird. Sie bildet bei der Augenarztpraxis, die das Roreger-Team gebaut hat, den Eingang. Doch es muss nicht immer ein Neubau sein. Beim Geseker Gymnasium Antonianum setzte der Familienbetrieb eine Etage auf den bestehenden Bau. „Auch dafür eignet sich der Holzbau perfekt“, sagt Alina Roreger, „denn durch das geringere Gewicht im Vergleich zu Mauerwerk bietet es viel mehr Möglichkeiten.“

Innenbereich der neuen Kindertagesstätte - Ausbildung zum Zimmerer 2024 Westfalen

Auch im Innenbereich dieser neuen Kindertagesstätte gibt es für Zimmerer Steffen Becker noch einiges zu tun. Foto: Gabi Bender

Um beim Thema nachhaltiges Bauen und Wohnen mit ökologischen Baustoffen stets auf dem aktuellen Stand zu sein und sich regelmäßig auszutauschen, ist das Unternehmen seit mehreren Jahren Mitglied im bundesweiten Netzwerk 81fünf von Holzbauunternehmen, Zimmereien, Planern, Architekten, Haustechnikern und Holzbausachverständigen.

Wer den Beruf des Zimmerers kennenlernen und von dem Fachwissen und der Erfahrung des Roreger-Teams profitieren möchte, kann ein Praktikum bei dem Familienbetrieb absolvieren. Auch einen Ausbildungsplatz für dieses Jahr hat das Unternehmen noch zu vergeben.

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Traumberufe Slogan 2024: Finde den Beruf, der zu DIR passt.

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Drei Antworten von …

Markus Mies, Obermeister

… Friedrich Korte, Obermeister der Zimmerer-Innung Hellweg-Lippe

1. Was ist für Sie das Beste an Ihrem Handwerk?

Das Beste am Zimmererhandwerk – bekannt als einer der ältesten und traditionsreichsten Berufe – ist immer noch topaktuell. Es lässt mit persönlichen Ideen und dem natürlichen Schöpfergeist in der Gegenwart nützliche Kreationen für die Zukunft entstehen.

2. Was können junge Menschen nach der Ausbildung in diesem Handwerk machen?

Zuerst sollten sich junge Zimmerer-Gesellen als Facharbeiter im Zimmererhandwerk eine gute Basis schaffen und umgehend hinterfragen, welche Richtung sie ihren Neigungen nach einschlagen möchten. Über die Weiterbildung zum Zimmererpolier oder zum Zimmerermeister – gegebenenfalls mit besonderen Zusatzqualifikationen als Fachkraft in der Denkmalpflege – kann der historische Weg eingeschlagen werden. Auch beim Holz-Fertig-Hausbau oder Hallenbau kann man seinen Weg finden. Wer von seinen Anlagen und persönlichen Interessen her eher ein Tüftler ist, kann sich Spezialgebiete aneignen wie Holzbrückenbau, Windrad-Bau, Autobau, Formenbau, Schiffsbau und viele mehr. Andere wählen ein Studium mit dem Ziel: Architekt, Bau-Ingenieur, Holz-Designer oder Statiker.

3. Was überrascht die Menschen am meisten, wenn Sie von Ihrem Handwerk erzählen?

Das Überraschende ist die Vielfältigkeit der Aufgaben, auf die man schon in der Ausbildung trifft. Dass so ein traditionsreicher Beruf so topaktuell ist und dass man sogar sein eigenes modernes Haus selbst planen und bauen kann.

Die Fakten zur Ausbildung

Ausbildungsdauer:

3 Jahre

 

Monatliche Vergütung ab:

935 € im 1. Lehrjahr
1230 € im 2. Lehrjahr
1495 € im 3. Lehrjahr

 

Abgeschlossene Ausbildungsverträge in 2023:

20 / 57 insgesamt

 

Berufsschulstandort:

Meschede und Dortmund

 

Zahl der Innungsbetriebe:

36

DER BERUF IN ALLER KÜRZE

Zimmerer/innen stellen Holzkonstruktionen, Holzhäuser und Dachstühle her, bauen vorgefertigte Bauteile, Dämmstoffe und Bauelemente ein. Auch errichten sie Fachwerkkonstruktionen und Fertighäuser. Außerdem modernisieren, sanieren und restaurieren sie Dachstühle, Altbauten und andere Gebäudeteile aus Holz.

Das Bauen mit dem natürlich nachwachsenden Baustoff Holz liegt im Trend und ist nachhaltig.

Weitere Infos zum Beruf unter berufenet.arbeitsagentur.de

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