Podcast Kfz Mechatroniker
Traumberufe im Kreis Coesfeld
Kfz-Mechatroniker
– Faszination Fahrzeug
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KFZ-Mechatronikermeister Robert Leifkes ist inzwischen als Verkaufsberater tätig. Hier präsentiert er den Toyota Supra. Foto: Riekhoff
Von der Werkstatt in den Verkauf – KFZ-Mechatronikermeister Robert Leifkes hat mit seinen 24 Jahren schon sehr unterschiedliche Erfahrungen in seinem Berufsfeld gesammelt. Mittlerweile arbeitet er im Autocenter Rietmann Leifkes, welches von seinem Vater Ralf Leifkes geleitet wird. Geplant ist, dass der junge Coesfelder auch eines Tages in dessen Fußstapfen tritt und den Betrieb übernimmt. Warum ihm die Autobranche schon seit seiner Kindheit gefällt, verriet Robert Leifkes in einem Gespräch mit Lena Riekhoff.
Mittlerweile arbeiten Sie als Verkaufsberater. Wieso wollten Sie unbedingt eine Ausbildung als KFZ-Mechatroniker machen?
Robert Leifkes: Da mein Vater auch in der Branche tätig ist, wurde mir der Beruf quasi in die Wiege gelegt. Schon als Kind war ich häufig mit in der Werkstatt und habe Gefallen an der Tätigkeit gefunden. Die Ausbildung hat sich deswegen angeboten. Auch im Verkauf profitiere ich von meinen Erfahrungen als KFZ-Mechatroniker. Es ist immer gut zu wissen, wovon man spricht – auch, was die technische Seite betrifft. Die Kunden fühlen sich dann gut aufgehoben. Zusätzlich habe ich anschließend noch die Meisterprüfung gemacht, um noch einmal tieferes Hintergrundwissen zu erhalten und auch ausbilden zu können.
Die Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker ist also ein guter Grundstein?
Leifkes: Auf jeden Fall, da man je nach Interesse in viele verschiedene Richtungen gehen kann. Wie ich ist es möglich in den Verkauf zu wechseln. Man kann außerdem die Meisterschule besuchen, eine Fortbildung zum Techniker machen oder ein Ingenieursstudium anschließen.
Was sind klassische Aufgaben in dem Beruf?
Leifkes: Es gibt ganz unterschiedliche Aufträge und Aufgaben. So gehören die Inspektion und der Reparaturservice natürlich zum Alltag. Hinzu kommen aber auch Unfallinstandsetzungen. Und wenn Zubehör verkauft wird, wird dieses in der Werkstatt natürlich ebenfalls angebracht. Die Fehlersuche wird auch immer entscheidender. Mittlerweile gibt es viele Hybride, da ist die Elektronik natürlich auch komplexer.
Die Branche ist ja ohnehin stets von Wandel und Fortschritt gekennzeichnet.
Leifkes: Das sieht man schon an dem Ausbildungsberuf selber: Er heißt nicht mehr Kfz-Mechaniker, sondern KFZ-Mechatroniker, da wir nun auch viele Aufgaben eines Elektrikers erlernen. Gleichzeitig wird der Beruf dadurch noch vielseitiger. Auszubildende müssen heutzutage zum Beispiel einen Hochvoltschein machen. Der Fortschritt hält immer mehr Einzug und das Thema E-Mobilität wird immer wichtiger werden. Momentan ist ein interessanter Wandel erkennbar und es ist schön, ein kleiner Teil davon zu sein.
Wenn Robert Leifkes heutzutage in die Werkstatt kommt, juckt es ihm immer noch in den Fingern mitzuschrauben. Foto: Riekhoff
Welche Voraussetzungen sollten Auszubildende mitbringen?
Leifkes: Man sollte nicht zwei linke Hände haben. Die besten Schulnoten sind hingegen nicht entscheidend, wenn man Geschick hat und Freude an der Arbeit. Das kommt immer auf den Einzelfall an. Selbstverständlich sind auch der Kundenumgang und eine ordentliche saubere Arbeitsweise wichtig.
Ist der Beruf auch für Frauen geeignet?
Leifkes: Natürlich können auch Frauen KFZ-Mechatronikerinnen werden – wir hatten auch schon eine Auszubildende in unserem Betrieb. Die körperliche Arbeit hat sich deutlich reduziert. Mitanpacken können muss man allerdings immer noch.
Welche Tätigkeiten in der Werkstatt haben Ihnen persönlich bei der Ausbildung am meisten Spaß gemacht?
Leifkes: Ich war eher der versierte Schrauber, die Fehlersuche hingegen hat mir weniger Spaß gemacht (lacht). Aber das Schöne ist, dass man so viele verschiedene Sachen sieht und auch macht. Es ist ein Beruf, bei dem man mit dem Kopf und den Händen arbeitet.
„Der Fortschritt hält immer mehr Einzug und das Thema E-Mobilität wird immer wichtiger werden. Momentan ist ein interessanter Wandel erkennbar und es ist schön, ein kleiner Teil davon zu sein.“
Drei gute Gründe
… für eine Ausbildung zum/zur KFZ-Mechatroniker/in nennt Willi Krause, Obermeister der Innung des Kraftfahrzeughandwerks Coesfeld.
1. Das Kraftfahrzeuggewerbe ist sehr zukunftsorientiert und bietet immer neue Aspekte im Handwerk. Hochvolt- und Systemtechniker ist beispielsweise ein neuer Berufszweig in dem Bereich, da die Elektronik immer wichtiger wird. Diese Entwicklungen sind interessant.
2. Der Beruf ist sehr vielseitig, weil man mit unterschiedlichen Bereichen zu tun hat. So beschäftigen sich KFZ-Mechatroniker etwa auch mit dem Karosseriebau, der Motorentechnik und inzwischen verstärkt auch mit der Elektrik. Die Technik wird immer komplexer und spielt bei Fortbildungen und der Ausbildung eine große Rolle.
3. Es gibt gute Weiterbildungsmöglichkeiten sei es zum Servicetechniker oder Meister. Ob man praktizieren will oder in die Kundenberatung oder Verkauf gehen will, kann man ebenfalls nach der Ausbildung entscheiden.Zusätzlich gibt es einen Studiengang zum Kraftfahrzeugsingenieur.
Willi Krause, Obermeister der Innung des Kraftfahrzeughandwerks Coesfeld.
Der Beruf in Kürze
Kfz-Mechatroniker/innen reparieren Kraftfahrzeuge und kümmern sich um die Aus-, Um- und Nachrüstung der Fahrzeuge. Sie warten mechanische, elektronische, hydraulische und pneumatische Systeme und führen Abgasmessungen durch. Dafür benutzen sie elektronische und computergesteuerte Messund Diagnosegeräte.
Alle Informationen zum Ausbildungsberuf Kfz-Mechatroniker (m/w/d) findest du in der Sonderveröffentlichung deiner Tageszeitung, als Podcast und in der Radio-Sondersendung. Alle Erscheinungstermine im Überblick
Die Fakten zur Ausbildung
Ausbildungsdauer: | 3,5 Jahre |
Vergütung monatlich: |
640 Euro (2019) 705 Euro (2019) 800 Euro (2019) 885 Euro (2019) |
Abgeschlossene Ausbildungsverträge in 2020: | 117 |
Berufsschulstandort: | Coesfeld; Lüdinghausen, Werne und Ahaus |
Aktuelle Zahlen: |
Aktuell hat die Innung des Kraftfahrzeughandwerks |