Mit Feuerwehrgerätewagen kennt sich Vitali Sulymov womöglich besser aus als so mancher Feuerwehrmann. Allerdings nicht, wenn diese bereits im Einsatz sind, sondern wenn sie entstehen. Wenn es beispielsweise darum geht, wo die Kabel, Leitungen und Drucklufttanks am Fahrgestell befestigt werden und wie der Geräteraum auf dem Chassis nach individuellem Kundenwunsch mit Regalen, Fächern und ausziehbaren Schlitten ausgestattet wird. So dass die Feuerwehrleute im Ernstfall schnellstmöglich auf ihre Ausrüstung zugreifen können.
"Feuerwehrfahrzeuge zu bauen, finde ich super spannend", sagt der 21-Jährige. "Unsere Kunden kaufen die Lkw-Fahrgestelle und alles Weitere wird bei uns gebaut und montiert." Wenn das Fahrzeug aus den Werkstätten der Ewers Karosserie- und Fahrzeugbau GmbH & Co. KG in Meschede gefahren wird, ist es fertig – inklusive der feuerroten Lackierung.

"Für mich ist es immer wieder faszinierend, Teil von etwas so Großem zu sein", erklärt Vitali Sulymov, der bei dem Mescheder Unternehmen in den letzten Zügen seiner dreieinhalbjährigen Ausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker, Fachrichtung Karosserie- und Fahrzeugbautechnik, liegt. "Wenn man sich am Ende den Lkw ansieht und sagen kann, daran habe ich mitgearbeitet – das ist schon ein tolles Gefühl."
Das erste Projekt des Ukrainers, der seit fast fünf Jahren in Meschede lebt, war ein Bierwagen. "Spezialfahrzeuge für die Getränke-Industrie sind einer unserer Schwerpunkte", erklärt Marketingmitarbeiterin Rita Stehling. "Dazu zählen Lkw- und Anhänger-Aufbauten für den Getränketransport sowie sogenannte fahrbare Biertempel, die man auf jedem Fest im Sauerland findet."
Ein weiterer Schwerpunkt des Familienunternehmens, das auf eine über 120 Jahre Tradition zurückblicken kann, sind Spezialfahrzeuge für den Katastrophenschutz. "Derzeit bauen wir 108 multifunktional einsetzbare Gerätewagen für den NRW-Katastrophenschutz", so Rita Stehling weiter. "Diese erhalten einen Aufbau mit Regalsystem und Rollwagen, die durch Rollläden und Schwenkwände verschlossen werden."

An einem dieser Gerätewagen, die später bei jeder Art von Katastrophen zum Einsatz kommen können, hat auch schon David Mundes gearbeitet. Der 16-Jährige Mescheder hat seine Ausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker, Fachrichtung Karosserie- und Fahrzeugbautechnik, erst im August angefangen. Das Unternehmen kennt er aber schon lange, denn auch sein Vater hat seine Ausbildung bei Ewers gemacht.
Während der Ausbildung gibt es für den Nachwuchs jede Menge zu lernen. Neben metallverarbeitenden Tätigkeiten wie Sägen, Schneiden, Bohren, Fräsen, Abkanten und Richten lernen die Azubis auch verschiedene Fügetechniken wie Schweißen, Schrauben, Nieten und Kleben. Außerdem stehen Anlagentechnik, Antriebs- und Steuerungstechnik sowie der Bereich Ausbauen und Einrichten und vieles Weitere auf dem Programm.





