Mechanik, Elektronik, Hydraulik und Pneumatik – wer sich für die Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker bei dem Herzfelder Unternehmen Reise Landtechnik interessiert, sollte nicht nur eine Leidenschaft für Trecker und Co. haben, sondern auch technisches Verständnis und die Bereitschaft zu lernen mitbringen.

"Man lernt unfassbar viel in der Ausbildung", resümiert Justus Ense, der mittlerweile im zweiten Jahr der dreieinhalbjährigen Ausbildung ist. "Im Rahmen der Berufsfelderkundungstage hatte ich hier schon einen Tag in den Beruf hineingeschnuppert und das hat mir direkt richtig gut gefallen – vor allem die Vielfalt der Tätigkeiten und die Technik haben mich beeindruckt."

Diese hat auch Ausbildungsleiter Stefan Beckhoff-Flüchter seinerzeit begeistert. "Als ich vor 19 Jahren hier als Azubi angefangen habe, hatte der größte Schlepper gerade mal 140 PS", erinnert sich der Land- und Baumaschinenmechanikermeister, "jetzt haben wir hier schon Traktoren mit weit mehr als 300 PS."

Justus Ense (oben) und Felix Schnitker reparieren einen Traktor. Traumberufe Land- und Baumaschinenmechatroniker 2026
Als angehende Land- und Baumaschinenmechatroniker im zweiten beziehungsweise dritten Lehrjahr haben Justus Ense (oben) und Felix Schnitker bereits diverse Landmaschinen repariert und gewartet. Foto: Gabi Bender

Diese im Einsatz zu sehen, ist nicht nur für den Nachwuchs etwas Besonderes. Daher sind die sogenannten Feldtage, bei denen der Familienbetrieb die von ihm vertriebenen Landmaschinen sowie die verschiedenen Anbaugeräte auf dem Feld präsentiert, nicht nur bei den Kunden ein beliebtes Event. "Das war wirklich toll, denn da hat man live gesehen, wie die Maschinen, an denen wir in der Werkstatt herumschrauben, auf dem Feld arbeiten", erklärt Felix Schnitker.

Der 18-Jährige ist schon im dritten Lehrjahr seiner Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker und hat daher im Sommer seine Gesellenprüfung Teil 1 abgelegt. "Die Theorie bestand aus den drei Prüfungsteilen Werkstofftechnik, Motorentechnik und Elektrotechnik, für die wir jeweils 45 Minuten Zeit hatten." Zwei Wochen später stand die praktische Prüfung auf dem Programm. "Wir mussten ein Werkstück bauen, einen Halter für eine Rundumleuchte. Dafür mussten wir nach einer Zeichnung Einzelteile aus Metall passend schneiden, feilen und zusammenschweißen."

Außerdem musste der Wadersloher im Rahmen einer Wartung einen Fehler entdecken. Eine Herausforderung, die der Azubi aus seiner praktischen Arbeit in seinem Ausbildungsbetrieb gut kennt. Denn eine wichtige Aufgabe von Land- und Baumaschinenmechatronikern ist das Finden und Beheben von Fehlern und Störungen in mechanischen, elektronischen, mechatronischen, pneumatischen und hydraulischen Systemen, die mittels Laptops ausgelesen werden.

Azubis Justus Ense (links) und Felix Schnitker sitzen mit einen Laptop in einem Traktor. Traumberufe Land- und Baumaschinenmechatroniker 2026
Für die Fehlerdiagnose nutzen die beiden Azubis Justus Ense (links) und Felix Schnitker einen Laptop. Foto: Gabi Bender

Wer sich für die Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatronikern interessiert, kann den Beruf und seinen Wunschbetrieb am besten im Rahmen eines Praktikums kennenlernen. "Für uns sind neben dem technischen Verständnis das Interesse und der Spaß an der Arbeit das Wichtigste, was man mitbringen sollte", sagt Ausbildungsleiter Stefan Beckhoff-Flüchter, "denn die benötigen fachlichen Fähigkeiten kann man bei uns erlernen."

Alle Infos zu deinem Traumberuf