Warum lohnt es sich heute, gerade in Ihrem Handwerk einzusteigen – und was macht den Beruf besonders spannend?

Wenn man als junger Mensch mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht man: Ohne Handwerk geht nichts! Das Baugewerbe, mit seinen vielfältigen Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten deckt seit Jahrtausenden die Grundbedürfnisse der Menschen ab.

Gerade in der heutigen Zeit sieht man:

  • Wohnen: Hier besteht enormer – und wachsender – Bedarf. Häuser müssen von Menschen errichtet werden.
  • Infrastruktur: Auch hier gibt es große Potenziale, um sein Berufsleben zu gestalten.
  • Energiewende: Bis 2045 soll Gas „abgestellt“ werden. Hierfür sind riesige Anstrengungen im Leitungsgrabentiefbau zu vollbringen, um neue Leitungen für Strom oder Fernwärme zu legen.
    Diese Beispiele zeigen, dass eine Ausbildung im Baugewerbe Perspektiven eröffnet und Einkommen sichert. Wir bauen jeden Tag unsere Denkmäler und können stolz auf unsere Leistungen sein.

Wie verändert sich die Ausbildung im Baugewerbe, damit Auszubildende bestens auf die Zukunft vorbereitet sind?

Grundlagen der Ausbildung sind nach wie vor die handwerklichen Techniken, die im Baugewerbe erforderlich sind und auf den Lehrbauhöfen erlernt werden –Mauerwerksverbände, um eine Wand zu errichten oder wie man eine Decke eingeschalt. Die grundlegenden Techniken werden heutzutage bereits digital unterstützt und in den Ausbildungsbetrieben eingesetzt und vertieft. In der Zukunft wird man um Versetztechniken mit Robotern und anderen Systemen nicht herumkommen – eine spannende Entwicklung, die bereits im Einsatz ist und sich weiter festigt.

Welche neuen Technologien, Materialien oder digitalen Entwicklungen prägen heute den Berufsalltag im Baugewerbe?

Grundsätzlich würde ich sagen: Bauhandwerk ist in seinen Abläufen traditionell, fast wie vor 1000 Jahren. Wir setzen Steine aufeinander, wir gießen Beton und verfüllen Gräben und Gruben mit Sand und Kies.

Diese Grundlagen werden aber heute durch neueste Materialentwicklungen, gesetzlichen Vorgaben und modernen Methoden umgesetzt. Moderne Maschinen und Geräte unterstützen bei der Planung und Umsetzungen von Bauwerken im Hoch- und Tiefbau.

Zwei Beispiele aus der Praxis:

Tief- und Straßenbau: Auf der Baustelle wird das Geländeprofil mittels einer Drohne aufgenommen, im Büro auf den Rechner gespielt und dort der Boden Auf- und Abtrag geplant. Dieses Profil geht an die Steuerung des Baggers und kann vom Baggerfahrer nachgesteuert werden.

Hochbau: Viele Verfahren sind bereits in der Erprobung, etwa der 3D- Druck von Gebäuden. Von der Planung bis zur Umsetzung läuft alles digital – unter Mitwirkung gut ausgebildeter Mitarbeiter.

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