Auf Baustellen hat sich Fabian Marks schon immer pudelwohl gefühlt. Schon während seiner Realschulzeit entschied sich der Dortmunder daher, ins Handwerk zu gehen. Im Rahmen eines Praktikums beim Bauunternehmen Karl Wolf GmbH brachte ein Durchbruch letztendlich die Entscheidung.
Vier Tage lang hatte der 22-Jährige tatkräftig mitgeholfen, ein Fundament einzuschalen, die entsprechende Bewehrung fertig zu stellen und anschließend zu betonieren. Das hat ihm schon gut gefallen. Am fünften Tag war er bei einem Einfamilienhaus im Einsatz, bei dem eine Wand entfernt werden musste. "Mit dem Stemmhammer durfte ich den Durchbruch machen – das war total cool – mein ganzer Körper hat vibriert", erinnert sich der 22-Jährige begeistert.

Nach den fünf Tagen stand für Fabian Marks fest: "Ich möchte Maurer werden." Zumal er schon vorab einiges über die Ausbildung und die künftigen Tätigkeiten erfahren hatte. Denn sein bester Freund hat bei der Karl Wolf GmbH schon ein Jahr zuvor seine Maurerlehre angefangen und ihm davon schon fleißig berichtet.
Das Unnaer Familienunternehmen ist sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau tätig. Wer im Hochbau arbeiten möchte, kann sich zum Maurer ausbilden lassen, für den Bereich Tiefbau ist die Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter die richtige. "Unsere Tiefbau-Teams sind viel im Straßenbau tätig, schachten häufig aus und verlegen jede Menge Rohre", schildert der Dortmunder Azubi. "Da ich lieber oberhalb der Erdoberfläche arbeiten wollte, habe ich mich für den Hochbau entschieden."
An einige der Objekte kann sich Fabian Marks, der im ersten Ausbildungsjahr ist, noch bestens erinnern. Dazu zählt eine Sportanlage mit Tennishalle in Unna, bei der das Team der Karl Wolf GmbH eine Treppe ins erste Obergeschoss eingeschalt hat. "Es macht einen schon stolz, wenn man am Ende des Tages und auch nach Abschluss eines Projektes sieht, das durch die eigene Handarbeit etwas Bleibendes entstanden ist."
Los geht es bei dem Familienbetrieb offiziell um 7 Uhr beziehungsweise im Winter um 8 Uhr. "Wobei wir in der Regel schon eine halbe Stunde früher an der Firma sind, die Baustellen besprechen und die Fahrzeuge packen", so Fabian Marks. "Wenn es passt, können wir auch direkt zur Baustelle fahren." Gegen 16 Uhr ist Feierabend, freitags schon anderthalb bis zwei Stunden früher."

Neben der Praxis steht bei der Maurerausbildung auch einiges an Theorie auf dem Programm. "Bisher hatte ich erst zwei Blöcke Berufsschule – einmal drei und einmal vier Wochen am Stück", so Fabian Marks. "Dabei haben wir unter anderem die Volumen von verschiedenen Körpern und von Schalungen berechnet und haben erfahren, aus welchen Bestandteilen sich Zement und andere Baustoffe zusammensetzen und was es bei der Einrichtung von Baustellen zu beachten gibt.
Darüber hinaus geht´s blockweise zur Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU), wo der Nachwuchs im ersten Jahr unter anderem das Mauern eines einschaligen Baukörpers, das Beschichten und Bekleiden eines Bauteils sowie das Herstellen eines Stahlbetonteils und einer Holzkonstruktion lernt.
Nach Berufsschule und ÜLU freut sich Fabian Marks wieder auf die Arbeit im Betrieb. "Ich liebe es einfach, auf Baustellen handwerklich zu arbeiten und die Fortschritte, die ich mache, direkt zu sehen."






