Für Tobias Halberschmidt beginnen die meisten Projekte auf der grünen Wiese. "In der Regel stehe ich mit unseren Kunden auf dem Grundstück, auf dem gebaut werden soll, und bespreche mit ihnen alle wichtigen Details", erzählt der Geschäftsführer der Halberschmidt GmbH & Co. KG, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Vater Stefan Halberschmidt leitet.
Vom ersten Spatenstich bis zur schlüsselfertigen Übergabe dauere es – abhängig vom Umfang des Projektes – etwa elf bis zwölf Monate. "Und dann ist durch unsere Arbeit nicht nur ein Gebäude entstanden, sondern ein Zuhause, in dem Menschen leben und sich wohlfühlen", so der 28-Jährige. "Das zu sehen, ist immer wieder ein tolles Gefühl."

Neben Ein- und Mehrfamilienhäusern gehören auch kommunale, landwirtschaftliche und industrielle Bauprojekte zum Leistungsspektrum des Bauunternehmens aus Rüthen. Auftraggeber sind meist Privatkunden, aber auch Architekten, Kommunen und Gewerbebetriebe. "Die Vielfalt der Projekte macht unsere Arbeit so interessant", erklärt Bauingenieur Tobias Halberschmidt, der an sein Fachabi am Börde-Berufskolleg ein Studium an der Fachhochschule in Detmold angehängt hat. "Wir bauen nicht nur schlüsselfertig, sondern stellen auch Rohbauten her und übernehmen Umbauten an Bestandsgebäuden. Zurzeit bauen wir beispielsweise eine überdachte Parkplatzanlage."
Gegründet wurde der Familienbetrieb am 1. April 1979 von Heinz-Josef Halberschmidt, der am 1. Juli 1999 seinen Sohn Stefan Halberschmidt in die Geschäftsführung holte. Nach dem Ausscheiden des Gründers leitete Stefan Halberschmidt den Betrieb alleine, bevor er vor vier Jahren seinem Sohn Tobias Halberschmidt 50 Prozent der Geschäftsanteile an dem Unternehmen übertrug, das seit 1983 am Strotenweg ansässig ist.
Zu den derzeit 17 Mitarbeitern der Halberschmidt GmbH & Co. KG gehören auch zwei Azubis, denn auf Nachwuchsförderung legen Stefan Halberschmidt, Obermeister der Baugewerbe-Innung Soest-Lippstadt, und sein Sohn Tobias großen Wert. Die beiden Nachwuchskräfte haben ihre Ausbildung zum Maurer in unterschiedlichen Jahren angefangen, beenden sie aber trotzdem beide in diesem Sommer.

"Ich habe meine eigentlich dreijährige Ausbildung auf zwei Jahre verkürzt", erklärt Simon Authmann. Möglich gemacht haben das seine guten Noten und seine Vorbildung, denn der Rüthener hat seine Schullaufbahn mit dem Abitur beendet. Auch der Betrieb hat sich für die Verkürzung ausgesprochen. Die Gründe für seine Berufswahl bringt der 20-Jährige direkt auf den Punkt: "Ich wollte nicht nur auf dem Papier sehen, wie ein Haus entsteht, sondern das in der Praxis erleben und daran mitarbeiten. Außerdem wollte ich nach dem Abi erst einmal praktische Erfahrungen sammeln."
Wobei auch die Familie eine Rolle gespielt haben dürfte, denn sein Vater und Großvater haben ebenfalls eine Maurer-Ausbildung absolviert. Daher hatte Simon Authmann im Vorfeld nicht nur Eindrücke im Rahmen eines Praktikums und eines Ferienjobs bei Halberschmidts gewonnen, sondern auch Erfahrungen bei familiären Bauprojekten gesammelt. "Wir haben unter anderem eine Trennwand und den Toilettenkasten in unserem Badezimmer gemauert und später eine Gartenhütte aus Mauersteinen gebaut." Für den Rüthener war daher schnell klar: "Diesen Job möchte ich auch machen, denn er macht einfach Spaß."





