Ein sehr ordentliches Bild zeigt der Heizungskeller eines Zweifamilienhauses in Werl-Sönnern. Rohrleitungen verlaufen waagerecht, Abgänge davon im rechten Winkel, die Warmwasserversorgung sowie der Heizungsvorlauf sind vorbildlich isoliert – gutes Handwerk eben. Einer, der mitgemacht hat bei der Umstellung der Anlage auf moderne Wärmepumpe inklusive Pufferspeicher, ist Lukas Hartke. Der 19-Jährige ist angehender Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, befindet sich im dritten Lehrjahr. Und er ist sichtbar stolz auf seinen Beitrag.

Den Nachwuchs selbst ausbilden

"Es ist die Regel bei uns, dass wir unseren Nachwuchs selbst ausbilden", betont Theodor Schriek, Seniorchef der Kaspar Dröge Haustechnik an der Neheimer Straße 32. "Dann wissen wir, woran wir sind." Der Heizungsbauer- und Installateurmeister ist zufrieden mit seinem Auszubildenden, einem von fünf insgesamt.

Lukas Hartke ist ebenfalls glücklich mit seinem Arbeitgeber und der Berufswahl. Nach bestandener Prüfung will er in den Kundendienst der Firma – das heißt für ihn zunächst einmal: weiter lernen. "Unsere Monteure absolvieren Lehrgänge unserer Hersteller", erklärt Theodor Schriek. Die technischen Mitarbeiter des 28 Menschen starken Unternehmens besuchen zudem regelmäßig Fort- und Weiterbildungen.

Links nach rechts: Burkhard Schriek, Lukas Hartke und Theodor Schriek. Traumberufe 2026 Anlagenmechaniker für SHK
Freuen sich über ein gutes Betriebsklima: Juniorchef Burkhard Schriek, Auszubildender Lukas Hartke und Seniorchef Theodor Schriek. Foto: Markus Liesegang

Entscheidung fiel beim Praktikum

Der Beruf des Anlagenmechanikers sei vielfältig, sagt Lukas Kartke. Dass er ins Handwerk gehen wollte, war ihm nach Klasse 10 der Hauptschule klar. "Ich habe meinem Vater zuhause immer schon geholfen." Die Wahl auf die Kaspar Dröge Haustechnik fiel während seines Praktikums dort. "Danach habe ich mich direkt beworben."

Der Beruf hat Zukunft, bekräftigt sein Lehrherr, der den alteingesessenen Betrieb mit Gründungsdatum 1885 vor 24 Jahren übernahm, ihn heute mit seinem Sohn Burkhard gemeinsam führt. "Es gibt neue Technologien, Energieeinsparung ist großes Thema", sagt der 72-Jährige. Die Programmierung, die richtige Einstellung von modernen Gas- und Ölheizungen oder Pellet- und Hackschnitzelanlagen seien das eine. Technisches Know-how, also alte Handwerkstechniken wie Schweißen und Löten sind aber ein weiterer, immer noch wichtiger Aspekt. "Wir arbeiten viel im Altbestand", erklärt der Meister: "Da muss man Verbindungen zu alten Leitungen oft noch klassisch herstellen – man reißt ja nicht immer alles raus. Und an den Stellen lernt unser Nachwuchs von der Erfahrung unserer Altgesellen."

Lukas Hartke stellt das Heizsystem ein, Meister Jan Schaefer (rechts) kontrolliert. Traumberufe 2026 Anlagenmechaniker für SHK
Zusammenarbeit: Lukas Hartke stellt das Heizsystem ein, Meister Jan Schaefer (rechts) kontrolliert. Foto: Markus Liesegang

Zusammenarbeit mit anderen Gewerken

Das Betriebsklima ist gut. Er komme mit allen klar, sagt Lukas Hartke. Sein Arbeitgeber bietet neben der Heizungstechnik die Badsanierung für Privatkunden und Gewerbe. "Wir machen alles, arbeiten mit bewährten Elektrikern, Fliesenlegern und Dachdeckern zusammen", erklärt Theodor Schriek. Sohn Burkhard Schriek ist zudem Ingenieur der Versorgungstechnik, ein Techniker unterstützt bei der Planung von größeren Anlagen in der Industrie. "Auch er hat die Handwerkslehre gemacht, hat darüber hinaus einem Ausbilderschein. Mit Jan Schaefer ist zudem ein angestellter Meister für die Ausbildung verantwortlich."

Ansprechpartner haben die fünf Auszubildenden also immer. Und dass sie fragen, verlangt der Lehrherr. Genauso wie die Motivation, eigenständig arbeiten zu wollen. "Unsere Lehrlinge bekommen sofort kleinere Aufgaben, dürfen auf den Baustellen richtig mitarbeiten und stemmen keineswegs nur Schlitze."

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