Mit einem kleinen Geschäft für Grabsteine, das Steinmetzmeister Hans Schütte nach seiner Tätigkeit im Anröchter Steinbruch übernommen hat, begann die Erfolgsgeschichte des Werler Unternehmens Naturstein Schütte. Das liegt jetzt 50 Jahre zurück.
Geführt wird der Fachbetrieb an der Soester Straße 38 mittlerweile von Hans-Dieter Schütte. Der Steinmetzmeister hat das Handwerk bei seinem Vater von der Pike auf gelernt, bevor ihm dieser 1995 die Geschäftsführung übertrug. Die Begeisterung für das Steinmetzhandwerk liegt offensichtlich in der Familie, denn mit Karsten Schütte arbeitet nicht nur der Sohn des 68-jährigen Geschäftsführers in dem Familienbetrieb, sondern auch sein Enkel Christian Schütte. Der 16-Jährige trat im August vergangenen Jahres in die Fußstapfen seiner Vorväter, indem er sich dafür entschied, die Ausbildung zum Steinmetz im elterlichen Betrieb zu absolvieren.

In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat sich der Familienbetrieb im Kreis Soest und darüber hinaus als feste Größe etabliert – nicht nur für Grabmale, sondern auch für Küchenarbeitsplatten, Fensterbänke, Waschtische, Treppen und Terrassenplatten. "Wir haben mit Grabsteinen angefangen, aber haben – da wir die Halle und unsere Maschinen dafür hatten – auch immer schon mal kleine Steine für Treppen oder Ähnliches geschnitten", erinnert sich Hans-Dieter Schütte. "Später haben wir dann auch mit Küchenarbeitsplatten angefangen und das Geschäft hat sich so entwickelt, dass diese seit geraumer Zeit sogar mehr als die Hälfte unserer Arbeit ausmachen."
Ein Grund dafür ist die Grabkultur, die sich komplett verändert hat. "Wo wir früher noch große Doppelsteine gemacht haben, sind es heute eher eine Tafel oder betende Hände sowie Urnenplättchen, die gefragt sind", erklärt Steinmetz Karsten Schütte. "Daher war für uns gut, dass wir bereits frühzeitig mit Gräbern und Küchen auf zwei Standbeine gesetzt haben."
Bei der Umsetzung der Kundenwünsche der Privat- und Geschäftskunden ist traditionelles Handwerk ebenso wichtig wie modernste Technik. "Für alles, was wir anfertigen, müssen wir erst einmal Maß nehmen, was wir komplett mit digitalen Messgeräten machen", so Hans-Dieter Schütte. "Im Anschluss daran werden die Maße weiterverarbeitet und daraus die entsprechenden Zeichnungen angefertigt, bevor die Daten zur Säge geschickt werden, wo wir die Platten auf das richtige Maß schneiden."

Bei Küchenarbeitsplatten kommen bei dem Werler Meisterbetrieb meist Naturstein, Granit, Keramik und Quarzkomposit zum Einsatz. Einen Eindruck über die vielfältigen Möglichkeiten bei Farben und Oberflächen bietet die Ausstellung am Firmensitz in der Soester Straße 38. Bei Grabsteinen arbeitet das erfahrene Team gerne mit heimischen Materialien wie Anröchter Sandstein, ordert und verarbeitet auf Wunsch aber auch Steine aus aller Welt.
Diese Vielfalt macht die Arbeit bei Naturstein Schütte abwechslungsreich. Wer sich für den Beruf des Steinmetzes interessiert, kann Beruf und Betrieb im Rahmen eines Praktikums kennenlernen. "Mitbringen sollten Bewerber handwerkliches Geschick, Geduld, ein gewisses Maß an Kreativität sowie räumliches Sehen und Denken", sagt Hans-Dieter Schütte. "Denn wir zeichnen mittlerweile alle Entwürfe für Grabanlagen und Küchenarbeitsplatten mit CAD-Programmen und visualisieren sie in 3D", so Karsten Schütte, "damit sich unsere Kunden diese besser vorstellen können."






