Der verführerische Duft von frisch Gebackenem liegt in der Luft, noch bevor man das Stammhaus der Traditionsbäckerei Steinhoff an der Hammer Landstraße 2 in Welver betritt. In der Backstube herrscht emsiges Treiben, denn hier werden mit viel Liebe und in traditioneller Handwerkskunst die Brote und Brötchen sowie die süßen und herzhaften Leckereien hergestellt, die von dort in die mittlerweile neun Standorte in Welver, Soest, Bad Sassendorf und Möhnesee gebracht werden.
Es wird gewogen, gemischt, geknetet, geformt, gefüllt und natürlich gebacken. Es wird aber auch jede Menge gelernt, denn neben zahlreichen erfahrenen Backprofis sind in der Backstube gleich mehrere angehende Bäcker tätig. "Aktuell haben wir bei uns sechs Auszubildende, die den Beruf des Bäckers erlernen möchten", freut sich Karin Steinhoff, die die Leitung des Familienunternehmens vor 23 Jahren von ihren Eltern übernommen hat.

Hinzukommen weitere fünf Nachwuchskräfte, die in den Filialen den Beruf des Bäckereifachverkäufers erlernen, dessen offizielle Berufsbezeichnung seit einigen Jahren Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk mit dem Schwerpunkt Bäckerei ist. "Besonders in diesem Bereich würden wir gerne noch weitere Fachkräfte oder solche, die es werden möchten, einstellen", sagt die Konditorin und Bäckermeisterin. "Wer sich für den Beruf interessiert, sollte nicht zu schüchtern sein, sich in der deutschen Sprache ausdrücken können, teamfähig sein und Spaß daran haben, mit Menschen zu kommunizieren und etwas zu verkaufen."
Beim Bäcker-Nachwuchs ist die Leidenschaft dafür, etwas mit Lebensmitteln herzustellen, Grundvoraussetzung. Diese Begeisterung ist Anna Brinkmann deutlich anzusehen. Die 17-Jährige hat in der neunten Klasse im Rahmen der schulischen Berufsfelderkundung ein dreitägiges Praktikum bei der Bäckerei Steinhoff gemacht. "Das hat mir direkt sehr gut gefallen", erinnert sich die Niederenserin. "Daher habe ich mich entschieden, hier die Ausbildung zur Bäckerin zu machen."
Diese Ausbildung möchte auch Amadou Bah machen, sobald er seinen Abschluss am Börde-Berufskolleg in der Tasche hat. Derzeit macht der 17-Jährige ein dreiwöchiges Praktikum bei der Welveraner Traditionsbäckerei, um schon einmal in den Beruf und den Betrieb hineinzuschnuppern. Dort bekommt er einen guten Eindruck davon, wie Kuchen, Teilchen und Kleingebäck hergestellt werden und aus den verschiedenen Mehlsorten vielfältige Brotsorten und Brötchen entstehen.

"Alle unsere Teige reifen nach überlieferter Handwerkstradition, damit sie ausreichend Zeit haben, ihr volles Aroma und ihren unverwechselbaren, natürlichen Geschmack zu entfalten", erklärt Karin Steinhoff eines der Erfolgsrezepte des 1894 gegründeten Familienunternehmens. Ein weiteres ist neben der Qualität der Produkte die Auswahl, denn zusätzlich zu einem Grundsortiment gibt es regelmäßig neue Brote und Backwaren sowie saisonale Angebote und Aktionen.
"Wir hatten beispielsweise gerade einen französischen Monat, in dem wir unter anderem Brioche-Brote gebacken haben", berichtet die Bäckermeisterin, die die Familienunternehmen in der vierten Generation leitet. "Und bald nehmen wir wieder Ciabatta-Brote ins Sortiment auf – eventuell auch mit Tomaten und Oliven." Passend zur nahenden Grillsaison.





