Tapezieren kann Max Hömberg mittlerweile nicht nur in senkrechter, sondern auch in waagerechter Richtung. Das allerdings nicht alleine, denn beim Tapezieren mit einer XXL-Tapete, die horizontal an die Wand gebracht wird, ist Teamwork gefragt.
Schließlich beeindruckt die überdimensionale Tapete mit einer Länge von 50 Metern und einer Breite von 2,65 Metern. "Da sie damit breiter war als die zu tapezierende Wand hoch, mussten wir sie vor Ort noch um zehn Zentimeter kürzen", berichtet der 19-Jährige, der eine Ausbildung zum Maler und Lackierer macht. "Sobald die Maße gepasst haben, haben wir die überdimensionale Rolle aufgerichtet und auf den dazugehörigen Abrollwagen gestellt."
Dann wurde es spannend für das engagierte Trio, denn eine solch großflächige Tapete ist nicht nur für den Azubi, sondern auch für seinen Vater, Malermeister Dirk Hömberg, und Geselle Dennis Ameloot immer noch etwas Besonderes, denn solange gibt es Tapeten mit solchen gigantischen Abmaßen noch nicht auf dem Markt.
Zu dritt wurde anschließend gespritzt, gerollt, geklebt, geglättet und gebürstet. Während Max Hömberg mit einem modernen Airless-Spritzgerät den Kleister bequem an die gesamte Wand spritzte, rollte Firmeninhaber Dirk Hömberg die Tapete waagerecht ab, die Dennis Ameloot auf der Leiter stehend mit einem Tapezierwischer an die Wand brachte. "Der große Vorteil einer XXL-Tapete ist, dass man keine Naht an der Wand hat", erklärt Dirk Hömberg.

Tapezieren und Streichen sind die Tätigkeiten, die sein Sohn Max Hömberg besonders gerne macht. "Außerdem verputze ich sehr gerne Fassaden", sagt der Enser und ergänzt: "Denn dabei bin ich immer an der frischen Luft, was ich gut finde." Wichtig war für den 19-Jährigen bei seiner Berufswahl zudem, dass die Tätigkeiten vielfältig sind.
Daher stand für den angehenden Maler und Lackierer gar nicht frühzeitig fest, dass er in die Fußstapfen seines Vaters tritt. "Ich wollte mir erst einmal anschauen, was man als Maler und Lackierer alles so macht." Als er noch zur Conrad-von-Ense-Schule ging, arbeitete er daher in den Ferien im Betrieb seines Vaters und lernte so die verschiedenen Tätigkeiten kennen. "Das hat mir sehr gut gefallen und mich dazu motiviert, die dreijährige Ausbildung zu machen."

Mittlerweile ist er im zweiten Ausbildungsjahr und hat schon einiges an kreativen Mal- und Putztechniken gelernt sowie mit diversen Motiv- und Designtapeten gearbeitet. Vertiefen können die Azubis ihre Fähigkeiten bei der praktischen Arbeit im Betrieb sowie der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU). Dort hat jeder angehende Maler und Lackierer seine eigene Box, in der er streicht, verputzt und tapeziert. Außerdem steht in der Ausbildung das Verlegen von Teppichen, PVC- und Laminatböden sowie der Einsatz von Wärmedämmverbundsystemen, mit denen Gebäude vor Wärme, Kälte, Lärm und Feuer geschützt werden können, auf dem Programm.
"Derzeit beschäftigen wir uns in der Berufsschule mit dem Erstellen von Farbkonzepten für Geschäfts- und Privaträume", verrät Max Hömberg. Auch das ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung, denn schließlich gehört auch das Beraten von Kunden zu den vielfältigen Aufgaben von Malern und Lackierern.







