"Das Arbeiten in der Höhe finde ich super", sagt Leon Vanderstuyf. Dabei sah es nach seiner Schulzeit nicht so aus, als würde der Hüstener diese Erfahrung jemals machen. Denn zunächst waren seine Tätigkeiten eher bodenständig – als Angestellter bei einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb.
Von dort hat er sich quasi hochgearbeitet. Denn da dieser nicht ausbildet, heuerte er beim Arnsberger Dachdeckerbetrieb Hermann Vogt GmbH & Co. KG an, den er bereits von gemeinsamen Baustellen kannte.
"Das war für mich die richtige Entscheidung, denn ich wollte unbedingt eine Ausbildung machen und die Arbeit gefällt mir deutlich besser", resümiert der 21-Jährige. "Daher würde ich die Ausbildung auch sofort weiterempfehlen, denn man sieht jede Menge, die Arbeiten sind sehr vielfältig und die Baustellen sind immer anders." Zumal Leon Vanderstuyf in den vergangenen über zwei Jahren nicht nur Arnsberg von oben kennengelernt hat. "Meine weiteste Baustelle bisher war in Mainz, aber einige Kollegen waren auch schon für ein Projekt auf Sylt."

Wo auch immer Dachdecker zum Einsatz kommen, steht der Schutz von Gebäuden vor Wind, Wasser, Wärme und Kälte an erster Stelle, wobei jedes Dach natürlich auch gut aussehen und zur Gesamterscheinung eines Bauwerks passen soll.
In seinem ersten Lehrjahr war der Hüstener neben der abwechslungsreichen Arbeit im Betrieb für zwölf Wochen im Berufskolleg Meschede, wo er zusammen mit angehenden Maurern und Zimmerern die Bau-Basics gelernt hat – mit berufsspezifischen Schwerpunkten. Ab dem zweiten Lehrjahr findet der Berufsschulunterricht des heimischen Dachdecker-Nachwuchses am Berufskolleg des Innungsverbandes des Dachdeckerhandwerks Westfalen statt, das der 21-Jährige bereits von seinen Lehrgängen im Rahmen der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) kennt.
"In den ein- oder zweiwöchigen Lehrgängen im Rahmen der Überbetrieblichen haben wir unter anderem gelernt, wie wir verschiedene Werkstoffe wie Holz, Schiefer, Stein, Blech und anderen Metalle be- und verarbeiten, haben Schornsteinköpfe gemauert, Dächer auf verschiedene Arten gedeckt und abgedichtet sowie Außenwände verkleidet", zählt Leon Vanderstuyf auf. Außerdem stehen der Umgang mit unterschiedlichen Maschinen und energetische Maßnahmen an geneigten Dächern auf dem Lehrplan der ÜLU.

Auf den Baustellen seines Ausbildungsbetriebs ist der Nachwuchs-Dachdecker mal zu dritt, bei größeren Baustellen aber auch schon mal mit fünf oder sechs Dachdeckern vor Ort. Ob Aufdachdämmung verlegen, Konterlattung anbringen oder Ortgang montieren – "am liebsten arbeite ich auf Steildächern", verrät der 21-Jährige.
Für die Anlieferung aufs Dach stehen den Teams gleich mehrere Kräne zur Verfügung. "Die höchsten sind rund 50 Meter groß, dann haben wir noch welche mit 30 Meters und einen komplett elektrischen Kran." Dank dieser maschinellen Unterstützung macht die Arbeit auf dem Dach natürlich doppelt Spaß.





