Als Lehrlingswart betreut der Meister die momentan fünf Auszubildenden des Hammer Unternehmens mit insgesamt 30 Mitarbeitern. "Darunter ist auch ein Mädchen", erklärt er. Moderne Arbeitsmittel wie die eigene Kranflotte erleichtern die körperliche Arbeit.
Gerade eingestiegen in die Lehre ist Ole Nelle. Seit August steigt er den Menschen aufs Dach. "Aber ich darf jetzt schon viel machen", freut sich der 17-Jährige. Natürlich laufe zu Beginn der Ausbildung nicht alles rund, gibt Ole Nelle zu. Geselle David Postler und Marco Martins zeigen Verständnis und wie man es richtig angeht. Das Trio saniert gerade das Dach eines Einfamilienhauses in Lippetal-Oestinghausen.

"Wir arbeiten im Umkreis von 40 Kilometern, aber zu 85 Prozent in Hamm direkt", sagt Rose. Gute Planung sorge zudem dafür, dass kaum Überstunden anfallen.
Ole Nelle schätzt die Arbeit und sein junges Team. "Ich fühle mich hier immer wohl", lobt der Jüngste in der Frittgen-Mannschaft. "Der älteste ist 64 Jahre alt", so der Meister. Firmenevents wie Sommerfest und eine Weihnachtsfeier stärken das Miteinander.
Ein Freund überzeugte Ole Nelle von seinem neuen Arbeitgeber. "Er ist im zweiten Lehrjahr und hat öfter von der Arbeit erzählt", sagt er. "Das hörte sich interessant an." Außerdem habe die Firma Frittgen bei ihm zu Hause das Dach gemacht. Sein Ausbilder hätte kürzlich erst einen Wasserschaden begutachtet und den interessierten Jugendlichen aufgefordert, sich zu bewerben.
"Unser erster Blick gilt dem Zeugnis", erklärt Rose. "Dort sind die Fehlstunden notiert." Tugenden wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit seien wichtig. "Der zweite Blick betrifft das Zwischenmenschliche – es muss passen."

Die Martin Frittgen Dachdecker GmbH ist auf jedem Dach zu Hause. "Wir bieten hochwertige PV-Anlagen komplett aus einer Hand an", so Rose. Das sei nicht uninteressant, da seit 2025 für Neubauten in NRW eine Solardachpflicht bestehe, ab diesem Jahr auch für Bestandsbauten, deren Dächer saniert würden.
Nicht uninteressant ist diese Erweiterung des Geschäftsfeldes auch für die Handwerker selbst. "Die Arbeit mit Holz hat mir schon immer Spaß gemacht und ich schätze die Vielfalt im Beruf", sagt Ole Nelle. Der Hauptschüler wird die Installation von Solarpaneelen noch genauso lernen, wie die anfallenden Spenglerarbeiten.
"Das Handwerk zieht vermehrt junge Leute", freut sich Rose. Und Ole Nelle spielt gedanklich mit den Möglichkeiten mit abgeschlossener Ausbildung: "Ja. Es ist ein Traum, später den Meister zu machen."






