Das Dachteam Lippstadt gibt es zwar erst seit 2016, dennoch hat es bereits über 80 Jahre Erfahrung vorzuweisen. Denn hinter dem Dachteam Lippstadt verbergen sich zwei renommierte Fachbetriebe.

Im Jahr 2000 gründeten Dachdeckermeister Ralf Henkemeier und Frank Sprenger, seines Zeichens Zimmerermeister, die Henkemeier+Sprenger Bedachungen GmbH. 16 Jahre später übernahmen die beiden Geschäftsführer die Grote+Peitz Dachbau GmbH, die bereits seit 1980 besteht. An deren Standort in der Windmüllerstraße 26 im Gewerbegebiet am Wasserturm befindet sich der jetzige Firmensitz, an dem Ralf Henkemeier und Frank Sprenger mit ihrem Team die Kompetenzen in Sachen Dachdecker- und Zimmererarbeiten sowie Klempner- und Fassadenarbeiten bündeln.

Dachdecker heben mit einem Kran Bauelemente aufs Dach. Traumberufe Dachdecker 2026
Arbeiten mit Blick auf den Wasserturm in Lippstadt: Mit dem firmeneigenen Kran werden die benötigten Sandwichelemente auf das Dach des neuen Hallenanbaus am Firmenstandort im Gewerbegebiet im Süden von Lippstadt befördert. Foto: Gabi Bender

"Beide Betriebe existieren nach wie vor, aber wir firmieren jetzt unter Dachteam Lippstadt", erklärt Ralf Henkemeier. "Derzeit beschäftigen wir rund 60 Mitarbeiter, von denen zwei Drittel Dachdecker sind." Auch fünf Azubis gehören zum Team, denn das Thema Ausbildung hat bei den beiden einen hohen Stellenwert. "Wir bilden jedes Jahr aus und freuen uns immer über engagierten Nachwuchs."

Grundvoraussetzung für den Beruf des Dachdeckers ist Schwindelfreiheit. "Außerdem sollte Interesse an körperlicher Arbeit vorhanden sein", ergänzt der 53-Jährige. "Denn auch wenn wir heutzutage viele technische Erleichterungen haben, bleibt es eine körperliche Arbeit, die aber für jedes Geschlecht geeignet ist." Wichtig ist Ralf Henkemeier auch eine solide schulische Ausbildung. "Wobei wir es immer wieder erleben, dass Azubis, die in der Schule nicht so gute Leistungen gezeigt haben, in der Ausbildung richtiggehend aufblühen. Wenn sie sehen, was sie abends geschafft haben, und bei der täglichen Arbeit erkennen, warum man beispielsweise eine Matheformel können sollte."

Für Ralf Henkemeier ist Dachdecker nach wie vor sein Traumberuf. Gründe dafür gebe es mehrere. "Ich schätze die Vielfalt der Arbeiten sowie, dass wir mit vielen verschiedenen Materialien und Gerätschaften arbeiten und nichts von der Stange machen. Denn jedes Dach ist individuell und regelmäßig haben wir auch ganz besondere Objekte."

Jens Loose verschraubt die Sandwichpaneele auf dem Metalldach der Hallenerweiterung. Traumberufe Dachdecker 2026
Dachdecker Jens Loose verschraubt die Sandwichpaneele auf dem Metalldach der Hallenerweiterung an der Windmüllerstraße 26 in Lippstadt. Foto: Gabi Bender

Wenn Ralf Henkemeier durch Lippstadt und Umgebung fährt, sieht er immer wieder Dächer, die positive Erinnerung bei ihm wecken. "Derzeit machen wir beispielsweise das Stadthaus in Lippstadt", so der Dachdeckermeister. "An dieses Projekt werden wir uns sicher noch lange gerne zurückerinnern, ebenso wie an die neue Sporthalle in Lipperode, das Opernhaus in Wuppertal, ein großes Einkaufszentrum am Döppersberg in Wuppertal und einen Hotelkomplex in der Marina im holsteinischen Neustadt sowie die Arbeiten, die wir seinerzeit am Dortmunder U ausgeführt haben."

All das sind für den Dachdeckermeister und sein Team besondere Projekte. Dazu kommen noch zahlreiche Dächer von Privatkunden, die ebenfalls aus unterschiedlichen Gründen herausstechen.

In der Regel fahren die Mitarbeiter vom Dachteam Lippstadt maximal eine Stunde, bis sie an ihrer Baustelle ankommen, es gibt aber auch immer wieder Projekte, für die sie weitere Fahrten in Kauf nehmen. "Das liegt daran, dass wir sehr viele Kunden und Auftraggeber haben, für die wir schon seit vielen Jahren tätig sind", so der Geschäftsführer, "und diese beauftragen uns dann auch gerne für weiter entfernte Objekte."

Drei Antworten von...

...Thorsten Mackenbrock, Obermeister der Dachdecker-Innung Soest-Lippstadt

Obermeister Thorsten Mackenbrock

Warum lohnt es sich heute, gerade in Ihrem Handwerk einzusteigen – und was macht den Dachdecker-Beruf besonders spannend?

Der Beruf des Dachdeckers bietet eine Kombination aus sicheren Jobchancen, abwechslungsreicher Arbeit, moderner Technik und guten Aufstiegsmöglichkeiten bis hin zur Selbstständigkeit. Durch anstehende Sanierungen vor allem im energetischen Bereich und den Ausbau von Solarenergie wird der Dachdecker auch in Zukunft gefragt sein. Besonders spannend ist der Beruf des Dachdeckers, weil man viel Abwechslung während seiner Tätigkeiten hat und am Ende eines jeden Tages ein sichtbares Ergebnis seiner Arbeit hat.

Wie verändert sich die Ausbildung in Ihrem Handwerk, damit Auszubildende bestens auf die Zukunft vorbereitet sind?

Die Ausbildung im Dachdeckerhandwerk verändert sich, weil der Beruf durch neue Technische Anforderungen, Klimaschutz und Digitalisierung moderner wird. Die Auszubildenden von heute werden Fachkräfte für die modernen Nutzdächer.

Welche neuen Technologien, Materialien oder digitalen Entwicklungen prägen heute den Berufsalltag der Dachdecker?

Der Dachdecker entwickelt sich immer mehr zum Fachmann für moderne und energieeffiziente Gebäudehüllen. Das macht den Beruf für junge Menschen interessant, die gerne handwerklich arbeiten und gleichzeitig mit moderner Technik zu tun haben möchten.

Alle Infos zu deinem Traumberuf