"Wir machen alles, was mit Holz zu tun hat", fasst Tischler- und Zimmerermeister Gregor Tuneke das Leistungsspektrum seines Handwerksbetriebs zusammen. "Das reicht von individuell gefertigten Möbeln über Fenster, Türen und Treppen bis zu kompletten Wohnkonzepten und genau diese Vielfalt ist es, die unseren Beruf so interessant macht, denn jedes Projekt ist einzigartig."
Ein im wahrsten Sinne des Wortes großer Auftrag hat gerade erst die Werkstatt in der Günner Straße 1 im beschaulichen Möhnesee-Hewingsen verlassen. "Wir haben ein 5,40 x 5,40 Meter großes Holztor für eine Scheune angefertigt und das dann auf dem Bauernhof montiert." Ein weiteres besonderes Projekt, das derzeit in den Startlöchern steht, ist ein Tisch, der aus naturbelassenen Bohlen hergestellt wird und bei dem die Zwischenräume und mögliche Astlöcher anschließend mit transparentem Harz ausgegossen werden.

Parallel zu den Aufträgen, die in der Werkstatt gefertigt werden, war der staatlich geprüfte Holztechniker mit seinem Team immer wieder auf einer Baustelle in Soest im Einsatz. "Wir haben die Tochter eines langjährigen Kunden tatkräftig dabei unterstützt, das Haus aus den 1930er Jahren, das sie mit ihrem Mann gekauft hat, fachmännisch zu renovieren. Unter anderem haben wir die historischen Zimmertüren restauriert und die alten Böden abgeschliffen und renoviert."
Denn das Erhalten von Werten ist dem Handwerksmeister, der den Familienbetrieb mittlerweile in der fünften Generation führt, sehr wichtig. Daher übernimmt er mit seinem Team auch große und kleine Reparaturen. "Für mich ist es selbstverständlich, nicht nur bei neuen Projekten für unsere Kunden da zu sein, sondern auch dann, wenn zum Beispiel eine Tür schleift oder ein Fenster hakt."
Zum Team der Tischlerei Tuneke, die Adolph Tuneke im Jahr 1870 gegründet hat, gehören derzeit zwei Gesellen und ein Azubi. "Mir hat es schon immer Spaß gemacht, mit Holz zu arbeiten, daher habe ich 2023 meine Ausbildung zum Tischler hier angefangen", erzählt Lukas Schrage, der im Sommer seine Gesellenprüfung erfolgreich absolviert hat. Diese umfasst einen schriftlichen Teil, eine praktische Handprobe sowie ein Gesellenstück.

"Als Gesellenstück habe ich ein etwa hüfthohes, 1,60 Meter breites Sideboard angefertigt – mit Glaselementen sowie verschiedenen Rahmen und Holzverbindungen", so der 19-Jährige. "Bei der Gestaltung des Gesellenstücks und der Materialwahl sind die Azubis schon recht frei", erklärt Gregor Tuneke, der in seiner Werkstatt hauptsächlich heimische Hölzer wie Buchen, Eichen, Lärchen und Kiefern verarbeitet. "Allerdings haben sie technische Vorgaben, denn das Gesellenstück muss natürlich gewisse Anforderungen erfüllen", ergänzt der Tischlermeister. "Wie und wo die an dem Gesellenstück erfüllt werden, können die Azubis aber selbst entscheiden."
Im kommenden Jahr würde der Hewingser gerne eine weitere Tischler-Nachwuchskraft einstellen. Mitbringen sollte diese logisches Denken, räumliches Vorstellungsvermögen, technisches Verständnis und vor allem Spaß am Arbeiten.






