Mit dem Duft von frisch gesägtem Holz sind Christian und Marlen Hüske aufgewachsen, denn ihr Vater Franz-Josef Hüske hat sich 1990 als Zimmerermeister selbstständig gemacht und gemeinsam mit seiner Frau Martina Hüske die Zimmermeister F. J. Hüske GmbH & Co. KG in Rüthen gegründet.
Vor rund drei Jahren übernahm Christian Hüske, der in die Fußstapfen seines Vaters getreten war, die Geschicke des Familienunternehmen. Seit Anfang des Jahres führt er den Betrieb, der seinen Sitz im Hankerfeld 26 hat, zusammen mit seiner Schwester Marlen Hüske in zweiter Generation. Während sich der Zimmerermeister um das operative Geschäft kümmert und das Team auf den vielfältigen Baustellen tatkräftig unterstützt, erledigt die Bauingenieurin alle Arbeiten von der Auftragsannahme bis zum fertigen Angebot für den Kunden. Mutter Martina Hüske hält den beiden im Büro den Rücken frei.

Rund ein Jahr nach dem Zimmerermeister hängte der Geschäftsführer noch den Dachdeckermeister dran. "Zwischen den beiden Meisterprüfungen lag allerdings über ein Jahr Pause, denn ich wollte nach dem ersten Besuch der Meisterschule unbedingt erst mal wieder auf die Baustelle", erklärt Christian Hüske.
Bei den zwei Meisterprüfungen sollte es aber nicht bleiben, denn später legte er noch die Prüfung zum Gebäudeenergieberater WK ab und machte eine Zusatzausbildung zum Restaurator im Zimmererhandwerk. Seit 2024 engagiert er sich zudem als stellvertretender Obermeister der Zimmerer-Innung Hellweg-Lippe.
Zum Team des Rüthener Familienbetriebs gehören über ein Dutzend Mitarbeitende, die mit ihrer Erfahrung und ihrem Engagement – im Büro und auf den Baustellen – zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Darunter sind auch drei Azubis, denn die Förderung des Nachwuchses ist Christian Hüske ein wichtiges Anliegen. Einer von ihnen ist Luca Köster. "Holz ist ein toller Werkstoff", findet der 17-Jährige. "Schon früher habe ich gerne mit Holz gearbeitet und zusammen mit meinem Vater Stühle und Bänke aus Holzresten gebaut."
Bei einem Praktikum in einer Tischlerei stellte er jedoch fest, dass ihm die Arbeit an der frischen Luft fehlt. Daher entschied er sich für ein weiteres Praktikum – dieses Mal bei Christian Hüske und seinem Team, um in den Beruf des Zimmerers hineinzuschnuppern. Mehrere Ferienjobs schlossen sich an und die Entscheidung, eine Ausbildung in diesem Beruf zu machen, festigte sich immer mehr. "Die Arbeit hat mir direkt super gefallen, auch das Team ist klasse und die Projekte sind sehr abwechslungsreich", so sein Resümee.

Zu den Kunden des Familienbetriebs zählen Privat- und Geschäftskunden ebenso wie öffentliche Einrichtungen und Institutionen. Das Verhältnis zwischen Neubauten und Arbeiten an bereits bestehenden Objekten liege laut Christian Hüske derzeit bei etwa 50:50. "Beides hat seinen Reiz", sagt der Geschäftsführer, "besonders wenn es um knifflige und sehr individuelle Lösungen geht, laufen unsere Zimmerer zur Hochform auf."
Die nächste Hüske-Generation steht auch schon in den Startlöchern. "Unser Sohn Jakob ist zwar erst drei Jahre alt, packt aber schon sehr gerne mit an – ebenso wie unsere sechsjährige Tochter Charlotte."






