In einer Blockhütte im Dachsteingebirge auf eine Höhe von über 2000 Metern entwickelte sich bei Moritz Constapel das Interesse daran, beruflich etwas mit Holz zu machen.
"Nach meiner Schulzeit habe ich als Kellner und Mädchen für alles in der Lodge am Krippenstein gejobbt", erzählt der 21-Jährige. "Dort habe ich auch bei Restaurierungsarbeiten mitangepackt. Einmal haben wir aus Natursteinen eine rund zweieinhalb Meter große Hütte für die Kids gebaut und darauf einen Dachstuhl aus Zirbelkieferstämmen gesetzt. Das hat mir richtig viel Spaß gemacht."
Nach seiner Rückkehr nach Hamm-Osttünnen absolvierte er daher ein einmonatiges Praktikum bei der Korte Holzbau & Zimmerei GmbH. "Mit jedem Tag im Praktikum sind meine Begeisterung und meine Leidenschaft für das Arbeiten mit Holz größer geworden." Mittlerweile ist Moritz Constapel im zweiten Lehrjahr seiner Zimmerer-Ausbildung bei dem Familienbetrieb in der Östingstraße 31 in Hamm.

Mit dem Holz der unter anderem in den Alpen wachsenden Zirbelkiefer beschäftigt sich der 21-Jährige allerdings nicht mehr. Dafür umso mehr mit dem von Tannen, Eichen und Fichten. "Hier in Deutschland ist die Fichte unser Brot- und Butterbaum", sagt Manuel Korte, einer der beiden Geschäftsführer. "Denn sie liefert ein leichtes Holz, das über eine hohe Festigkeit verfügt, super belastbar und einfach zu bearbeiten ist und schnell wächst." Ein weiterer Vorteil sind die kurzen Transportwege.
Das Holz wird vielfältig eingesetzt. "Wir sind hauptsächlich im Wohnbaubereich tätig und schaffen durch Neubauten, aber auch mit Um-, Auf- und Anbauten neuen Wohnraum für Familien", so Manuel Korte. Aber auch der Umbau der Kaffeemanufaktur Pohl's Mühle, der Dachstuhl auf der Hauptfeuerwache in Hamm und die Sanierung des Alten Brauhauses Henin, einem der ältesten Fachwerkhäuser in der Stadt, geht auf das Konto der Korte Holzbau & Zimmerei GmbH.
"Diese Vielfalt der Projekte finde ich super", sagt Moritz Constapel, der zurzeit an einem Auftrag für die 2027 im Ruhrgebiet stattfindende Internationale Gartenausstellung mitarbeitet. Dafür fertigt das Team derzeit 30 Hochbeete – mal mit, mal ohne Sitzgelegenheiten – in sechs verschiedenen Ausführungen.
An sein erstes Projekt kann sich Moritz Constapel noch gut erinnern und denkt gerne daran zurück. "Wir haben ein privates Fachwerkhaus in Menden saniert – das war toll. Fachwerk finde ich mega-schön und mega-interessant." Darüber, wie es nach der Ausbildung für den 21-Jährigen weitergehen könnte, hat er sich schon Gedanken gemacht. "Ich spiele mit dem Gedanken, noch den Meister zu machen."

Wer sich für den Beruf des Zimmerers interessiert, sollte in erster Linie die Freude am handwerklichen Arbeiten mit Holz mitbringen. "Außerdem sollten Interessenten Spaß an Mathe und insbesondere an Geometrie haben", ergänzt Zimmerermeister Manuel Korte, "und räumliches Vorstellungsvermögen besitzen."







