Angefangen hat Anil Deveci eine Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker, beenden wird er seine dreieinhalbjährige Lehrzeit, wenn alles so gut weiterläuft, als Metallbauer. „Ich habe sowohl meinen Ausbildungsberuf als auch meinen Ausbildungsbetrieb gewechselt“, berichtet Anil Deveci. Ausschlaggebend für den Orts- und Richtungswechsel waren die Tätigkeiten, die im früheren Unternehmen anfielen. Denn dabei fehlte dem Heessener die Abwechslung.

In seinem jetzigen Ausbildungsbetrieb übernimmt Anil Deveci vielfältige Aufgaben, denn das Leistungsspektrum von Metallbau Franz-Josef Wegener ist breit gefächert. Seit 2005 verarbeitet der Meisterbetrieb Stahl, Edelstahl und Aluminium und schafft dabei individuelle Produkte für Privat- und Geschäftskunden sowie für Unternehmen aus der Industrie. Diese reichen von Handläufen, Balkongeländern, Treppenanlagen und Absperrzäunen über Garagen- und Industrietore, Brandschutz- und Automatiktüren bis zu fest installierten Arbeitsbühnen für innen und außen sowie Unterkonstruktionen für Klima- und Lüftungsanlagen.

Die Magnetbohrmaschine nutzt der 20-jährige Anil Deveci, um damit Löcher in ein Flachstahlelement zu bohren.
Die Magnetbohrmaschine nutzt der 20-jährige Anil Deveci, um damit Löcher in ein Flachstahlelement zu bohren. Fotos: Gabi Bender

„Vor Kurzem haben wir beispielsweise für einen Marktkauf die Stahlbau-Unterkonstruktion eines Aufzugs gefertigt, mit dem die Kunden des Supermarktes die auf dem Dach gelegenen Kundenparkplätze erreichen können. Nach der Fertigung in unserer Halle wurde die Konstruktion vor Ort montiert.“ Dazu haben wir auch noch einen Windfang hergestellt“, berichtet der 20-Jährige, dem auch ein anderes Projekt noch besonders in Erinnerung geblieben ist. „Für einen großen Edeka-Supermarkt in Düren haben wir einen etwa zehn Meter hohen Werbepylon gebaut, den man schon von Weitem sehen kann, und diesen dann vor Ort fertig montiert.“

Die Tätigkeiten in dem Metallbaubetrieb, der seinen Sitz im Herbert-Rust-Weg in Hamm hat, schätzt der angehende Metallbauer ebenso wie die Arbeit beim Kunden vor Ort. „Am meisten Spaß macht mir das Schweißen und das Montieren“, so der Heessener, der mittlerweile im dritten Lehrjahr ist. Und am Ende das Ergebnis der eigenen Arbeit zu sehen. „Das macht mich natürlich schon stolz, wenn ich draufschaue und sagen kann: Hey, das habe ich gemacht.“

Mit einer Bandsäge sägt der angehende Metallbauer Anil Deveci ein Flachstahlelement auf die geforderte Länge, während ihm Metallbauermeister Jonas Milewzyk dabei über die Schulter schaut und Tipps gibt.
Mit einer Bandsäge sägt der angehende Metallbauer Anil Deveci ein Flachstahlelement auf die geforderte Länge, während ihm Metallbauermeister Jonas Milewzyk dabei über die Schulter schaut und Tipps gibt. Foto: Gabi Bender

Da die sachlichen und fachlichen Inhalte in den beiden Berufen Konstruktionsmechaniker und Metallbauer zu Beginn der Ausbildung recht ähnlich sind, war der Wechsel unkompliziert möglich, zumal alle Beteiligten damit einverstanden waren.

In der Berufsschule, die der angehende Metallbauer ein- bis zweimal in der Woche besucht, stehen unter anderem das Fertigen von Bauelementen mit Handwerkzeugen und mit Maschinen, das Herstellen von Blechbau- und Umformteilen, von Türen, Toren und Gittern sowie von Fenstern, Fassaden und Glasanbauten, Treppen und Geländern sowie das Instandhalten von Systemen des Metall- und Stahlbaus auf dem Stundenplan. „Zuletzt haben wir unter anderem gestreckte Längen von Rohren berechnet“, so Anil Deveci. Damit ist die Länge eines Rohres gemeint, die es haben muss, bevor es gebogen wird.

Im BBZ hat Anil Deveci verschiedene Schweißverfahren kennengelernt, die er in seinem Ausbildungsbetrieb anwendet.
Im BBZ hat Anil Deveci verschiedene Schweißverfahren kennengelernt, die er in seinem Ausbildungsbetrieb anwendet.
Fotos: Gabi Bender

Regelmäßig geht es für den Metallbau-Nachwuchs für ein- bis dreiwöchige Lehrgänge ins Berufsbildungszentrum (BBZ) nach Soest. „Dort haben wir unter anderem Metalle durch Schleifen, Sägen, Bohren und Feilen bearbeitet und verschiedene Schweißverfahren kennengelernt.“ Wissen und Erfahrungen, die ihm bei der Arbeit in seinem jetzigen Ausbildungsbetrieb zugutekommen. Wobei er auch dort schon jede Menge gelernt hat.

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